Freunde des Dossenwaldes

Bronzefigur aus dem Dossenwald (ca. 12./13. Jhdt.), Bild: Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Foto: Lina Kaluza Der 2013 gegründete Verein kümmert sich um die Förderung, Erhaltung und Weiterentwicklung der Erholungseinrichtungen im Dossenwald. Dazu gehört etwa die Pflege der Waldwege und die Überarbeitung des Planes, der auch die mittlerweile neu ausgeschilderten Laufstrecken und den Kreuzweg beinhaltet.

Hervorgegangen ist der Verein aus einer Zusammenarbeit der Schutzgemeinschaft  Deutscher Wald und der Stadt Mannheim mit der »Agenda Lebenswertes Seckenheim«, die mit Unterstützung der MVV eine Wanderkarte erarbeitete. Die Agenda-Gruppe um Paul Greulich hatte insgesamt 50 Kilometer Wanderwege ausgewählt, markiert und gepflegt sowie zehn spendenfinanzierte Tafeln rings um den Dossenwald aufgestellt.  Doch aus Altersgründen konnte die ehrenamtliche Gruppe diese Arbeit nicht mehr leisten. Auf Initiative von Rolf Dieter gründeten sich zur Förderung, Erhaltung und Weiterentwicklung der Erholungseinrichtungen 2013 die »Freunde des Dossenwaldes«, die von Forstdirektor Sebastian Eick und Revierförster Norbert Krotz fachliche Unterstützung erhalten. Die Pflege der Waldwanderwege wurde an Claus-Peter Sauter und das »Gemeinschaftswerk Arbeit und Umwelt« übergeben und es wurden vier Fahrräder für die Mitarbeiter angeschafft, gesponsert von den Bezirksbeiräten Friedrichsfeld, Rheinau und Seckenheim sowie Zweirad Stadler.

Das jüngste Projekt des Dossenwaldvereins ist ein Kreuzweg auf dem Mannheimer Kalvarienberg, einer Anhöhe am Hallenweg zwischen Hochstätt und Pfingstberg, die beim Bau des Eisenbahntunnels aufgeschüttet wurde. Hier steht seit 2015 ein drei Meter hohes, von Künstlerin Bettina Mohr gestaltetes Kreuz als Zeichen der Auferstehung Jesu, das mit einer ökumenischen Weihe der Öffentlichkeit übergeben wurde. Die Region kann auf eine rund 1.000-jährige christliche Geschichte zurückblicken. Nicht zufällig ziert eine hier im Wald entdeckte mittelalterliche Bronzefigur, vielleicht die Brosche eines frühen Pilgers, das Logo des Vereins.

Bild: Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Foto: Lina Kaluza
Wir bedanken uns bei den Reiss-Engelhorn-Museen für die Erlaubnis zur Verwendung der Abbildung der Bronzefigur, die 2012 im Dossenwald gefunden wurde und vermutlich Maria Magdalena darstellt und wahrscheinlich zu einer Kreuzigungsszene gehörte. Sie wird auf das 12./13. Jahrhundert datiert.