Artenschutz auf dem Spinelli- und BUGA-Gelände

Datum: 
24.07.2015

Die im Umweltforum zusammengeschlossenen Umwelt-,  Naturschutz- und Verkehrsverbände erklären zum Artenschutz auf dem BUGA- und Spinelli-Gelände:

Für die geplante Bundesgartenschau 2023 hat die Stadt Mannheim ein Gutachten zu Vorkommen von seltenen und geschützten Tierarten auf dem Gelände der ehemaligen Spinelli-Kaserne und dem geplanten BUGA-Gelände  anfertigen lassen. Dabei wurden mindestens 62 bestandsbedrohte Tierarten gefunden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die durch eine Umwandlung des Areals und eine eventuelle Verlegung der Straße »Am Aubuckel« entstehenden Probleme für den Artenschutz durch die Umsiedelung einzelner Arten lösbar seien.

Umsiedelungen erlaubt das Naturschutzrecht nur dann, wenn keine zumutbaren Alternativen existieren. Wir fordern die die Stadt Mannheim auf,  zu prüfen und darzulegen, ob Alternativen zur BUGA in der Au oder der Verlegung der Straße existieren. Die bloßen wirtschaftlichen Interessen der Bundesgartenschaugesellschaft können nicht das einzige Kriterium dafür sein. Die Architektenbüros der zwei Wettbewerbssieger müssen die im Gutachten beschriebenen Probleme des Artenschutzes berücksichtigen und in ihre Entwürfe miteinbeziehen.

Die Naturschutzverbände werden die weiteren Planungen im Auge behalten.